die verletze Athena in mir...

The task for today's woman is to heal the wound of the feminine that exists deep within herself and the culture. By Maureen Murdock
March 7, 2020
I find that many women who have embraced the masculine hero's journey have forgotten how to foster themselves. They have assumed that to be successful they have to keep their edges sharp, and in that process may have ended up with a whole in their hearts. By Maureen Murdock

Mein Ego sagt mir, ich mache vieles falsch. Ich müsste in meinem Content viel mehr auf Mamas eingehen. Aber ich merke, wie ein Teil von mir sich noch immer nicht erlaubt ganz Mama zu sein. Denn, wer bin ich noch, wenn ich diesen Teil komplett annehme & ausspreche?

Ich erinnere mich an die Zeit, wo ich niemals Kinder wollte. Ich dachte immer all meine Schüler seien mir Kinder genug & es wäre keine Liebe, Zeit & Geduld für eigene Kinder mehr übrig.

Aber gibt es nicht auch Mamas die 1, 2, 3 oder 4 Kinder haben UND für jedes Kind Zeit & Liebe finden?

Ist diese alte Wunde in mir vielleicht nicht eine, meine (!), ängstliche Athena, die spürt, dass Demeter nicht mehr schweigen konnte?

Hat sie in mir diese Illusion erhalten, dass mein Körper & vor allem mein Geist nur IHR Reich sein könnten?

Wie viel Macht kann eine Göttin in mir haben? Wie viel Macht bin ich bereit abzugeben? Geht es überhaupt um Macht? Oder geht es letztendlich nicht immer um Angst oder Liebe?

Die Angst ist unendlich wichtig. Und kräftezehrend.

Athena in mir ist immer noch nicht geheilt & es ist verdammt schwer mir das einzugestehen. Gerade sie, die so viel Kampfgeist, Strategie entwickelt über die Jahre.

Was brauchst du Athena?

Es ist in Ordnung, dass du müde bist. Du bist gut wie du bist. Du darfst dich tragen lassen von uns. Du musst keiner anderen Athena die Stirn halten. Du darfst dich fallen lassen & vor allem die Maske.

Ich habe Angst Frauen zu verletzen, die nicht Mamas sind. Weil ich weiß, wie eine erschöpfte, verwundete Athena kämpft & Aufgeben als Scheitern empfindet.

Ich weiß, wie eine Demeter sich fühlt, die still sein muss & um ein verlorenes Kind trauern muss. Ich weiß, wie ängstlich Hera sein kann, weil sie befürchtet nichts wird, wie es war. Aus dem Grund habe ich immer den Drang mich zu entschuldigen, wenn ich meinen eigenen MAMA Teil fühlen & leben will.

Ich will dir nicht zu nahe treten. Aber ich kann meine Schatten nicht unterdrücken.

Meine Aufgabe ist es meine Wahrheit auszusprechen und mich anzunehmen wie ich bin.

Meine Athena hat Angst nicht geliebt zu werden. Von jedem.

Angst nicht gut genug zu sein. Sie muss leisten, um geliebt zu werden. Leisten um etwas wert zu sein. Etwas tun, um gesehen zu werden.

Denn WER wird sie sehen (und lieben) wen sie “nur” ist?

Ich kenne Athena’s Story (#the real one). Daddy’s girl. Zeus vergötterte sie & sie ihn. Kein Mann ließ sie wirklich emotional an sich ran. Er bewunderte ihren Kampfgeist, diese kraftvolle Energie. Doch meine Athena wurde sehr früh von der Vaterfigur verlassen.

Wie kann eine kleine Athena aufwachsen, sich geliebt & stark fühlen, wenn ihr eigener Vater sie nicht mal sieht & hört?

Athena, du bist auch liebenswert, wenn dein Vater dich nicht liebt. Oder sieht.

Du darfst schwach sein, deine Rüstung fallen lassen.

Du musst es nicht jedem gerecht machen.

Einem verlorenen Zeus nacheifern.

Du darfst trauern.

Meine Athena ist verletzt.

Sie kennt nur die Sprache des “Krieges”, des nackten Überlebens. Die verlorene Tochter, die sich selber genügen muss.

Damals wusste ich weder, dass ich Athena in mir trug, noch dass es da andere wertvolle Verbündete geben würde. Hera, Hestia, Aphrodite & Demeter kannte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Und meine Athena wohl auch nicht.

Mein inneres Kind ist eine Fühlerin. Eine fühlende Athena, die aber sehr schnell merkte, dass dieser Weg schmerzvoll sein würde.

Sie hatte damals noch nicht die Wörter dafür. Aber heute schon.

Gewalt mochte sie nie & sie wusste dieser Athena-Teil, diese Kriegerin, würde sie nur metaphorisch sein können.

Meine Wörter sind meine “Waffe”.

Mit ihnen drücke ich aus was ich verändern will.

In welche Richtung ich meinen Pfeil richte.

Mit ihnen gehe ich meinen Weg.

Und öffne dir vielleicht deinen.

Früher ging ich ohne große Bedenken mit meinen Wörtern um. Ich wusste wie verletzend sie sein könnten, wie tief ich damit bohren würde.

Wunden.

Und meine Athena tat es.

Sie war jung.

Wild.

Driven.

Und verloren.

Ein verlorenes Mädchen, das die starke Liebe ihrer Mutter dennoch annehmen konnte. Sie nährte sie. Aber ein großer Teil in ihr trauerte Zeus nach. Denn er fehlte.

Heute weiß ich, Athena muss den Weg nicht mehr alleine gehen. Wir sind mehrere. Sie kann ihre Wörter an uns geben. Sie sind kraftvoller denn je. Aber den Weg, die Schatten, erleben wir nun gemeinsam.

Athena du musst unser Leben nicht mehr als Kampf ansehen.

Das Leben ständig durchplanen oder überdenken.

Wir sind wie deine göttliche WG & teilen uns die Aufgaben des Lebens auf. Unser “Tagesplan” können wir immer wieder anpassen & gemeinsam (zum Wohle von jeder Frau in uns), unsere Stärken wählen, die uns tragen sollen.

Warum “entschuldige” ich mich manchmal, wenn ich “nur” Mamas anrede in meinem Content? Wieso halte ich diesen MAMA Anteil in & von mir so klein?

Weil ich meine (und deine!) verletzte Athena nicht noch mehr verwunden will. Aber manchmal ist eine eiternde Wunde heilsam.

Ich beschäme dich nicht für deine Wunden, Athena.

Du hast so viel für mich geleistet die letzten Jahre.

Ohne dich hätte ich niemals so viel über mich lernen können. Deine Wörter sind lange der Puls meiner Seele gewesen. Aber nimm dir diese Last vom Herzen. Du darfst dich fallen lassen.

Ich fange dich auf. I got you.

Das Leben hat unseren Plan.

Und gemeinsam, alle Anteile in mir, gehen wir diesen Weg. Entdecken dieses verrückte Labyrinth. Du darfst dich vom Leben führen lassen. Und mir die Zeichen zeigen & erklären.

Du bist liebenswert.

Du bist alles wert.

Du musst gar nichts.

Du musst nichts bekämpfen.

Du musst nichts leisten.

Ich sehe & ehre dich ohnehin.

Auf immer & ewig.

All die Jahre dachte ich, du hättest die Führung übernommen.

Dominant & egoistisch.

Aber das hast du nicht!

Du hattest Angst alleine zu sein.

Angst es würde niemand dich lieben.

Auffangen.

Du warst auf der Flucht des Lebens.

Dein Antrieb war die Angst.

Nicht die Liebe.

Du warst so geblendet von der Angst, dass du die anderen nicht gesehen hast.

Der Teil von dir, der FÜHLEN wollte, hast du wie Medusa erstarrt.

Denn dieser Teil wurde zum Hindernis. Also hast du ihn betäubt, denn ihn vernichten konntest du nicht ohne dich zu töten.

Und das war nie dein Plan.

Ein Teil von dir spürte dieses Dilemma, die fühlende Athena. Aber die Kriegerin in dir hatte keine Zeit für diesen Schmerz.

Du hattest so viel Raum in meinem Leben, aber kaum einen in deinem.

Deswegen hat Aphrodite in ihrer Sprache mit uns geredet.

Mein Körper tat weh & Demeter durfte viel Tränen weinen.

Irgendwann lagst du am Boden.

Auf deinen Knien.

Am Ende der Kraft.

Am Anfang deines Lebens.

Die verlorene Tochter durfte ihre eigene gebären.

Und jetzt stehst du mitten im Leben.

Diese Göttin, die nie einen Mann brauchte, nie an Kinder dachte & sich teilweise schämt weil sie merkt, dieser Teil ist wunderschön & gehört auch zu deinem Weg.

Zu uns.

Lass dich tragen.

Lass dich fallen.

Lass die Rüstung jetzt mal fallen.

Öffne dein Herz.

Es kennt den Weg.

Du bist eine Kriegerin.

Aber des Lichts.

24.2.2020 Morning Pages